{"id":393,"date":"2011-09-30T20:39:32","date_gmt":"2011-09-30T20:39:32","guid":{"rendered":"http:\/\/www.john-howe.com\/blog\/?page_id=393"},"modified":"2020-11-16T18:34:13","modified_gmt":"2020-11-16T17:34:13","slug":"werdegang","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.john-howe.com\/blog\/biography-de\/werdegang\/","title":{"rendered":"Werdegang"},"content":{"rendered":"<p><a title=\"Werdegang\" href=\"http:\/\/www.john-howe.com\/blog\/werdegang\/\">Werdegang<\/a>\u00a0| <a title=\"Erinnerungen\" href=\"http:\/\/www.john-howe.com\/blog\/biography-de\/\">Bio<\/a> | <a title=\"Ausstellungen\" href=\"http:\/\/www.john-howe.com\/blog\/ausstellungen\/\">Ausstellungen<\/a> | <a title=\"Schlusswort\" href=\"http:\/\/www.john-howe.com\/blog\/schlusswort\/\">Schlusswort<\/a><\/p>\n<h3>Zur\u00fcck zum Anfang<\/h3>\n<p><a href=\"http:\/\/www.john-howe.com\/portfolio\/gallery\/data\/media\/36\/gertrud-james_castle-of-chillion.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-336\" title=\"The Castle of Chillon\" src=\"http:\/\/www.john-howe.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/chillion.jpg\" alt=\"\" width=\"180\" height=\"126\" \/><\/a>An der Wand im Wohnzimmer hing eine Bleistiftzeichnung des Schlosses von Chillon in der N\u00e4he des Genfer Sees, ein Werk meiner Gro\u00dfmutter im Alter von 19 Jahren, bevor sie die annehmbarere Laufbahn einer Lehrerin einschlug und nie wieder zeichnete.<\/p>\n<p>Ich kann mich nicht daran erinnern, jemals nicht gezeichnet zu haben. Meine Mutter half mir so gut sie konnte mit den anspruchsvolleren Versuchen, aber als ich ins Grundschulalter kam, war ihr Zeichentalent meinen Erwartungen nicht mehr gewachsen. Ich erinnere mich, wie ich frustriert in Tr\u00e4nen ausbrach, als wir beide daran scheiterten, eine Kuh so zu zeichnen, wie ich sie haben wollte.<\/p>\n<p>Die Schule selbst war kein reines Vergn\u00fcgen; mir schien, dass wir immer zum ung\u00fcnstigsten Zeitpunkt des Jahres umzogen, und ich landete in \u201epower mechanics\u201c, wo ich jede Minute hasste, denn nat\u00fcrlich waren alle Nicht-Akademiker, die zu dumm sogar f\u00fcr die Kurse in Metallhandwerk waren, schon in den Kunstkursen \u201eabgestellt\u201c. Es war aber ein n\u00fctzliches Talent im Biologieunterricht, wo ein Freund und ich schnelle und ziemlich kreative Skizzen von mikroskopischen Wasserorganismen f\u00fcr bessergestellte und weniger k\u00fcnstlerisch begabte Klassenkameraden erstellten&#8230;f\u00fcr 50 Cents das St\u00fcck.<\/p>\n<p>Ich sammelte Taschenb\u00fccher ihrer Einb\u00e4nde wegen und las sogar den Inhalt. Frank Frazetta hatte den Status eines Halbgottes und war das Objekt Dutzender Pastellzeichnungen. Das war vor den Ballantine-Ausgaben, als seine Bilder nur auf Bucheinb\u00e4nden erh\u00e4ltlich waren. Jeder Stapel vergammelter Second-Hand-B\u00fccher wurde untersucht. Etwa zur gleichen Zeit musste ich in Drugstores gehen, wo ich niemandem begegnen w\u00fcrde, den ich kannte, um Barry Smiths \u201eConan\u201c oder Bemi Wrightsons \u201eSwamp Thing\u201c zu bekommen, Comics f\u00fcr Kinder, f\u00fcr die ich als Teenager schon zu erwachsen war.<\/p>\n<p>Es war etwa zu der Zeit, dass ich zum ersten Mal den Herrn der Ringe las, zuerst Die zwei T\u00fcrme , dann Die R\u00fcckkehr des K\u00f6nigs . Anscheinend blieb jeder, der den ersten Band anfing, darin stecken, weil es der am h\u00e4ufigsten ausgeliehene war. Ich musste monatelang warten, bevor ich ihn bekam. Wirklich Feuer fing ich aber durch die Kalender, die mir zeigten, dass es illustriert werden konnte . Ich ging die Hildebrandt-Kalender durch und entwarf meine eigenen Versionen der gleichen Szenen. Gl\u00fccklicherweise hat nichts davon \u00fcberdauert, obwohl irgendwo unter einem Bett eine staubbedeckte Schachtel steht&#8230;<\/p>\n<p>Ein Jahr nach meinem Schulabschluss war ich in einem College in Stra\u00dfburg (Frankreich), und das Jahr darauf in der Ecole des Arts D\u00e9coratifs.<\/p>\n<p>Das erste Jahr dort verbrachte ich damit, nicht viel zu verstehen, das zweite damit, uneins zu sein mit dem, was ich verstand, und das dritte damit, weg zu wollen, obwohl ich r\u00fcckblickend zugebe, dass ich das, was ich an Klarheit besitze, der Geduld des Illustrations-Professors verdanke.<\/p>\n<p>Abgesehen davon waren meine ersten Jahre in Europa eine st\u00e4ndige \u00dcberdosis jeglicher Art von Kunst und Architektur, da alles sowohl antik als auch neuartig war. Soviel nachzuholen&#8230; Zum Gl\u00fcck hat nichts von dem, was ich in diesen Jahren entwarf, \u00fcberdauert, da ich es gewissenhaft am Semesterende in den M\u00fcll bef\u00f6rderte, bevor ich nach Hause fuhr f\u00fcr den Sommerjob, der die Studiengeb\u00fchren f\u00fcr das n\u00e4chste Jahr finanzieren w\u00fcrde. Die einzige Ausnahme muss \u201eDer Leutnant des Turms von Barad-D\u00fbr\u201c gewesen sein, das zwar nicht mein erstes ver\u00f6ffentlichtes Werk war, aber eins der fr\u00fchesten.<\/p>\n<p>Mir scheint, dass viele meiner fr\u00fchen Auftr\u00e4ge Alptr\u00e4ume waren \u2013 politische Cartoons, Illustrationen f\u00fcr Zeitschriften, Comics, Zeichentrickfilme, Werbung \u2013 einen Einbandentwurf siebenmal neu beginnen, Zeichnungen so oft neu anfangen, dass am Ende nichts von mir darin \u00fcbrig blieb, so dass ich mich fragte, wie zum Kuckuck ich in diesem Beruf gelandet war. Auf dem Dachboden steht ein gro\u00dfer Karton, fest zugeklebt und mit dickem Filzstift beschriftet: NICHT \u00d6FFNEN (NIEMALS!!!). Nicht, dass ich das Bed\u00fcrfnis dazu h\u00e4tte.<\/p>\n<p>Neulich zeigten wir einem Freund das Schloss von Chillon. Es ist nicht schwierig, die Stelle zu finden, wo man in der Zeichnung meiner Gro\u00dfmutter steht. Ich frage mich, ob wir jemals unsere eigenen Entscheidungen treffen \u2013 so viele Jahre und Meilen, nur um in einem Bild zu enden, das die ganze Zeit an der Wand hing.<\/p>\n<p>\u00dcbersetzung eines Textes aus &#8220;<strong>Myth &amp; Magic<\/strong>&#8220;, Harper Collins Publishers, 2001.<\/p>\n<p><em>Deutsche \u00dcbersetzung von &#8220;Mayken&#8221;. Danke !<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Werdegang\u00a0| Bio | Ausstellungen | Schlusswort Zur\u00fcck zum Anfang An der Wand im Wohnzimmer hing eine Bleistiftzeichnung des Schlosses von Chillon in der N\u00e4he des Genfer Sees, ein Werk meiner Gro\u00dfmutter im Alter von 19 Jahren, bevor sie die annehmbarere Laufbahn einer Lehrerin einschlug und nie wieder zeichnete. Ich kann mich nicht daran erinnern, jemals [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"parent":317,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"_et_pb_use_builder":"","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"class_list":["post-393","page","type-page","status-publish","hentry"],"jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/P1PY8Y-6l","jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.john-howe.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/393","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.john-howe.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.john-howe.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.john-howe.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.john-howe.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=393"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.john-howe.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/393\/revisions"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.john-howe.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/317"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.john-howe.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=393"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}